GFI Blog


Einträge des Autors "Marc-Oliver Schaake":

Mai

10

Smartphone und Telefonanlage wachsen weiter zusammen

von Marc-Oliver Schaake

Wie bereits in einem früheren Beitrag beschrieben, setzen wir in der Unternehmensgruppe auf ein zentrales TK-Anlagensystem des Deggendorfer Herstellers pascom, welches wir in unserem Rechenzentrum zentral für alle angeschlossenen Unternehmen betreiben. Die einzelnen Standorte, aber auch Homeoffices und Notebooks, werden per VPN an das Rechenzentrum angebunden. In den Büros nutzen wir hauptsächlich Telefone von Yealink die unserer Meinung nach ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten und einen wertigen Eindruck hinterlassen.

Ergänzend nutzen wir die Desktop-Clients der pascom Telefonanlage auf unseren Macs und Windows-Rechnern. Einige Teilnehmer hatten darüber hinaus noch einen speziellen Smartphone-Client von Tango Networks im Einsatz, der die eigene Nebenstelle auf das Smartphone brachte.

Sobald man das bekannte Terrain der eigenen Netzwerke und WLANs verlässt und SIP-Telefonie mit Smartphone-Clients realisieren möchte, die sich gerne mal in Hotel-WLANs hinter vier Routern mit jeweils aktiviertem NAT bewegen, lernt man die Tücken dieser Technologie kennen. Das wohl bekannteste Phänomen ist die nur in eine Richtung funktionierende Sprachverbindung. Wir mussten ziemlich viel Zeit und Nerven aufbringen, um diese Dinge für unsere zentral gehosteten Systeme in den Griff zu bekommen.

Als Premium Partner von pascom haben wir aber auch eine ganze Reihe von Kunden, die die pascom Telefonanlage bei sich im Unternehmen betreiben und nicht über die technischen und personellen Ressourcen verfügen, um ein vergleichbares Setup realisieren zu können, sich aber dennoch den Einsatz ihrer mobilen Endgeräte wünschten.

Genau das hat man bei pascom auch erkannt und 2017 mal wieder sehr viel Zeit und Knowhow in die Weiterentwicklung der eigenen Lösung investiert. Im ersten Schritt wurde mit dem sog. "Cloudstack" eine Virtualisierungsplattform geschaffen um eine große Anzahl von pascom Telefonanlagen auf einem einzigen Rechner oder einer einzelnen virtuellen Maschine betreiben zu können. Mit den verringerten Anforderungen an Hardware aber auch einer dramatisch beschleunigten Grundinstallation wurde es erstmals interessant auch Kunden mit relativ wenigen Nebenstellen eine pascom Installation bei einem Hoster anzubieten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Cloud-Anbietern erhält der Kunde auch mit nur fünf Nebenstellen eine "echte" Telefonanlage mit all den Features wie sie auch in Anlagen mit mehreren hundert Nebenstellen oder Call-Centern üblich sind. Man ist also nicht auf ein Basis-Featureset beschränkt. Der Cloudstack bringt darüber hinaus ein vollautomatisch konfiguriertes Border-Gateway für das Handling von SIP-Telefonieverbindungen über öffentliche Netze mit.

Mit den komplett neu entwickelten Clients für Desktops und Smartphones unter iOS und Android stehen einem all diese Funktion nun unterwegs auch ohne separate VPN-Verbindung zur Verfügung. Das erleichtert die Einrichtung und den Betrieb enorm. Dabei werden sowohl Signalisierung als auch Sprache sicher verschlüsselt.

Gemäß dem Grundsatz "We use what we sell" haben wir im März damit begonnen, die Voraussetzungen für das Aufsetzen eines solchen Cloudstacks in unserem Rechenzentrum geschaffen. Ziel war die Migration der eigenen dedizierten Anlage in einen solches mehrmandantenfähiges System und der Wechsel auf die pascom Smartphone-Clients. Nach Installation des neuen Systems mit der Übernahme der Konfiguration der bestehenden Anlage mussten natürlich noch die verteilt über Deutschland stehenden Telefone, Fax-Adapter, Alarmanlagen, Türsprechstellen und ISDN-Gateways mit dem neuen System verbunden werden. Für die Umstellung haben wir uns dann auch noch ausgerechnet Freitag den 13. April ausgesucht.

Entgegen allen Befürchtungen ob des gewählten Datums verlief die Migration ohne wesentlichen Probleme. Viel Zeit ging beim Kampf mit einer nicht kompatiblen Telefon-Firmware drauf was sich aber letzten Endes mit einem Downgrade beheben ließ. Bei der Anbindung des ISDN und GSM-Gateways von der Firma Beronet mussten wir noch zu ein paar Tricks greifen, die mit dem nächsten größeren Update auf pascom 18 aber auch der Vergangenheit angehören werden.

Besonders beeindruckte uns, dass sich die Smartphone-Clients so einfach einbinden ließen. Der Anwender fotografiert lediglich einen Barcode ab, der ihm auf dem Notebook-Client angezeigt wird. Danach fragt der Client noch die eigene Telefonnummer ab. Das war es dann. Egal, ob wir uns nun im eigenen WLAN, einer DB-Lounge oder per LTE auf der Autobahn befinden: Die Sprachverbindung funktioniert- entsprechende Bandbreite vorausgesetzt - ganz einfach. Keine Suche mehr nach Routing-Problemen, nicht zusammen passenden Sprach-Codecs oder ähnlichen Stolperfallen. Alleinig der Mobilfunktarif muss VoIP unterstützen. Hier ist je nach Netzbetreiber und Tarif eine separate Freischaltung vonnöten.

Die gemachten Erfahrungen haben uns dann auch in dem Entschluss bestärkt, unseren Kunden in Zukunft das Hosting von pascom-Systemen in unserem Rechenzentrum anzubieten. Einen entsprechenden Vertrag haben wir auf dem pascom Partner Summit Ende April 2018 in Regensburg unterzeichnet. Stay tuned for more info!


Apr

24

DNUG Stammtisch Rheinland April 2018

von Marc-Oliver Schaake

Am 16.04. fand im Düsseldorfer Brauhaus "Zum goldenen Handwerk" wieder ein DNUG-Stammtisch statt. Im Mittelpunkt standen die in Las Vegas auf der IBM Think verkündeten Neuerungen rund um die Collaboration Produkte von IBM. Darunter natürlich auch Notes und Domino 10, die im Herbst erscheinen werden. ...mehr

Mär

22

Notes-Applikationen nativ auf iOS (und Android)

von Marc-Oliver Schaake

Auf der gerade in Las Vegas laufenden IBM-Konferenz "Think" bekamen die Anwesenden einen ersten Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklungen: ...mehr

Feb

14

Notes/Domino 10: Schlag auf Schlag

von Marc-Oliver Schaake

In der letzten Woche verkündete das Lotus und IBM-Urgestein Ed Brill nach mehr als 23 Jahren Firmenzugehörigkeit für viele völlig unerwartet seinen Abgang bei IBM. Und das in einer Phase, wo "sein" Produkt Notes/Domino gerade weltweit wieder einmal im Fokus steht. Zunächst war da natürlich der Outsourcing- und Revenue-Share-Deal mit HCL Technologies, den einige Pessimisten schon als Abgesang verstanden wollten und natürlich die lang ersehnte Ankündigung einer Version 10.

Es hieß noch Mitte Januar, dass die Roadmap für die Version 10 auf der IBM Think! Mitte März in Las Vegas präsentiert werden sollte. Die Zusammenlegung aller wichtigen IBM Hausmessen bot sich als Plattform natürlich an, da sich dort Kunden und Business Partner aus aller Welt zusammenfinden werden und von dort auch alle relevanten Technologie- und Wirtschaftsmagazine berichten dürften.

Man hat sich nun aber bei IBM entschlossen, ganze drei Wochen früher mit den Plänen für Notes/Domino 10 an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf Twitter wurde zu einem Webcast bereits am 28.02. eingeladen. Ob die Ankündigung von Ed Brill für erneute Unruhe gesorgt hat? Wir wissen es nicht. Aus der Erfahrung der letzten Jahre lässt sich aber derartiges erahnen. Ohne triftigen Grund würde IBM sicherlich nicht den Zeitplan ändern und statt der großen Bühne nun einen schnöden Webcast wählen. Das Ganze erinnert schon irgendwie an die beiden letzten Nominierungen von SPD-Kanzlerkandidaten (aka "Sturzgeburt").

Wir werden auf jeden Fall berichten!



Feb

09

BlackBerry Customer Workshop in Essen

von Marc-Oliver Schaake

Am 06.02.2018 veranstalte BlackBerry in Zusammenarbeit mit einigen Partnerunternehmen einen Workshop für Kunden in Essen zum Thema Security. Für die GFI war Stefan Dudek vor Ort und zeichnete sich für das Thema Deployment von BlackBerry Dynamics im Umfeld von Großunternehmen ("BlackBerry Dynamics within a large Enterprise Deployment") verantwortlich. ...mehr

Feb

01

Mobiles Arbeiten erfordert die richtigen Tools

von Marc-Oliver Schaake

Bereits seit Längerem wird der Wunsch nach Homeoffice-Regelungen in fast allen Bereichen der Wirtschaft immer größer. In unserer Branche kommt hinzu, dass ein großer Teil der Arbeit nicht unbedingt vom angestammten Schreibtisch im Büro erledigt wird, sondern vor Ort bei und mit unseren Kundinnen und Kunden. Umso wichtiger ist eine Strategie, wie ein Unternehmen dies unter Berücksichtigung von gesetzlichen Auflagen (Datenschutz, IT- und Arbeitssicherheit) so realisieren kann, dass die Produktivität gewahrt oder sogar erhöht werden kann. ...mehr

Jan

21

Make Lotus Notes Great Again! #domino2025

von Marc-Oliver Schaake

IBM und HCL haben Partner und Kunden weltweit zum Domino 2025 Jam eingeladen. Bericht von der Veranstaltung aus Zürich mit einer Einschätzung, wieso Notes und Domino eine goldene Zukunft haben können. ...mehr